
Almut Schnerring und Sascha Verlan
Lautmalerei, Onomatopoesie... Es gibt Wörter, manchmal ganze Texte, deren Bedeutung kann man hören: muhen, meckern, blöken, gackern, rascheln, zischeln, wispern... Wort und Klang bilden hier eine Einheit, sind untrennbar miteinander verbunden. Gottfried Herder sah darin gar den Ursprung der Sprache überhaupt. Auch wenn ihm die moderne Linguistik widerspricht, die Vorstellung ist faszinierend. Das muss eine sehr poetische, eine sehr sinnliche Sprache sein, die keinen Unterschied kennt zwischen Wort und Klang, zwischen Form und Inhalt.
Das ist für uns das Ideal, unser Ziel: Der Klang soll das Wort in seiner Bedeutung unterstreichen. Die Form lenkt nicht ab vom Inhalt oder vermittelt gar Gegenteiliges. Ganz gleich, ob im persönlichen Gespräch, in Texten oder in Hörfunksendungen. Immer bewegt uns die Frage, wie sich vor allem abstrakte Sachverhalte und Ideen vermitteln lassen. Wodurch werden sie anschaulich, ansprechend, wirkungsvoll? Muss das Thema selbst anschaulich sein, seine Bilder sozusagen mitbringen? Oder liegt nicht genau darin die Chance und Herausforderung, Anschaulichkeit durch die passende Form zu erreichen. Diese Fragen verbinden unsere Arbeit in ihren verschiedenen Bereichen. Sie beschäftigen uns, egal ob es um Hörfunk geht, um Kommunikationstrainings, Bücher und Workshops, Texte und Musik, Wort und Klang.